Über das Buch „DIY Möbel 2 – Noch mehr verrückte Projekte“ habe ich ja hier schon berichtet. Nun folgt ein weiteres Projekt aus diesem Buch, nachdem ich zwischendurch eines in Arbeit hatte, an dem ich leider gescheitert bin. 

  
Mein Fazit zu diesem Buch ist nun unterdessen nicht mehr ganz so euphorisch, auch wenn man sich daraus meiner Meinung nach immer noch eine Menge Inspiration holen kann.

Was ist geschehen? Einer der kaufentscheidenden Gründe für die Anschaffung des Buches war dieser Hängesessel:

 

Den wollte ich unbedingt bauen und sah mich schon sehnsüchtig (das war im Winter) im Kirschbaumschatten schaukeln. Also legte ich mir das benötigte Material zu … 

  

… und musste leider feststellen, dass zwar die kleinen Löcher für das Makrameenetz wunderbar zu bohren waren, aber leider die großen für den Rahmen (Längsstangen werden durch Querstangen geführt)  mit haushaltsüblichen Bohrern nicht ins Hartholz zu bekommen waren. Nicht einmal die extra ausgeborgten Forstnerbohrer könnten mehr als 1cm Lochtiefe bewirken, ohne ruiniert zu werden. Schweren Herzens gab ich also auf, denn ohne den Rahmen wäre es schwierig gewesen, das Endergebnis als Hängesessel zu bezeichnen. Das wär wohl eher ein überdimensioniertes Einkaufsnetz.

„Resteverwertung“ – Betonhocker

Also findet sich leider kein Hängesessel an dieser Stelle, aber ich gab dem Buch noch eine Chance und versuchte mich am Projekt „Resteverwertung“. Dafür werden in einem Eimer Betonreste zu einem Hocker gegossen. Einige Lattenreste dienen dafür als eingegossene Beine.

In meinem Fall verwendete ich einen Besestiel, den ich in drei Teile zersägte. Die Kerben sollen verhindern, dass die Beine nach dem Aushärten wieder herausrutschen.

Um das Gewicht etwas zu reduzieren, verwendete ich Perlit, den ich der Mischung untermischte.

Damit ich den fertigen Hocker auch sicher wieder aus dem Eimer bekomm, legte ich ihn beim ersten Versuch mit Folie aus. 

  
Ziemlich überflüssig, wie ich nachher feststellte, denn die Folie hinterlässt Falten:

 

Außerdem hatte ich wohl etwas zu wenig Wasser und/oder zuviel Perlit beim Anmischen erwischt und daher die vielen Löcher.

Versuch 2 fiel dann auch dank weniger Perlit, mehr Wasser und ohne Folie deutlich ansehnlicher aus.

  

 
Dafür sitzen die Beine leider nicht ganz korrekt und der Hocker aus Versuch 2 ist sehr wackelig. Vielleicht wage ich irgendwann Versuch 3… 

  

Fazit zum Projekt

Obwohl ich mir einfache Projekte ausgesucht habe, bin ich schnell an die Grenzen des Machbaren als Laie gestoßen. Viele Details und Werkzeuge bleiben in den Anleitungen unerwähnt. Damit sind manche Projekte ohne Vorwissen nur schwer, gar nicht oder mit enttäuschenden Ergebnissen umsetzbar.

Buchdaten

Titel: Do It Yourself Möbel 2 – Noch mehr verrückte Projekte

Autor: Christopher Stuart

Verlag: Haupt, Bern

Auflage: 1 (2014)

ISBN: 978-3-258-60093-2

Preis: 25,60 € (A)

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